Bereits zwei Wochen nach dem ersten Duell hieß der Gegner der Blau-Gelben erneut JSG Wolfenbüttel. Ging das Testspiel zu diesem Zeitpunkt noch deutlich mit elf zu fünf verloren, zeigten sich nun die ersten Fortschritte aus den Trainingswochen und dem Pokalspiel gegen Sickte.

Dennoch mussten die Germanen zunächst Lehrgeld zahlen. Bereits nach fünf Minuten lag man mit zwei Toren zurück und musste sich eingestehen, nicht von Beginn an voll konzentriert gewesen zu sein. Die Startelf änderten die Trainer im Vergleich zum Pokalspiel mit einer Personalie. Luca ersetzte zu Beginn Jason und spielte für Fiete in der Verteidigung, der wiederum auf den rechten Flügel auswich.

Trotz des frühen Rückstand kämpften sich die Blau-Gelben aber gut zurück in die Partie und drehten den Spielstand kurz vor der Pause sogar. Dabei profitierten Niklas und Melih vor allem vom cleveren Nachsetzen nach dem eigenen Torabschluss. Bereits im Testspiel viel auf, dass der Halchteraner Torwart den Ball häufig vor das eigene Tor klatschen ließ. Kurze Zeit später ging der BVG durch eines der gewohnten Tempodribblings von Till in Führung. Die Freude währte aber nur kurz, da man sich noch vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich fing.

In der zweiten Halbzeit kamen Jason, Danijel und Finn ins Spiel und sorgten für eine ganz andere Dynamik im Spiel. Bereits in der ersten Hälfte war die JSG unkonzentriert geworden und verlor viele Bälle bereits im Mittelfeld. Dieses Bild verstärkte sich nach dem Seitenwechsel noch. So war es nur folgerichtig, dass Germania in Führung ging. Jason setzte seinen Schuss aus einiger Distanz perfekt ins rechte, obere Eck.

Danach folgte allerdings eine kurze Phase, in der der JSG zu viel Platz gelassen wurde. Binnen weniger Minuten kassierte man drei Tore. Die Hoffnung gab man allerdings nicht auf und drängte auf das Anschlusstor, welches Melih auch prompt erzielte. Fast hätte es sogar wieder für einen Dreierpack gereicht, doch sein Schuss mit dem linken (!) Fuß landete denkbar knapp neben dem Tor. In dieser hitzigen Phase wurde dem BVG außerdem ein mehr als strittiges Handspiel verwehrt.

Dennoch zeigt dieses Spiel, welches Potenzial das Team besitzt und sorgt für Vorfreude auf die nächsten Aufgaben.